Gewaltprävention

Die Gewaltprävention wird bei uns ab dem 5. Schuljahr in den Unterricht implementiert. Dies geschieht nicht etwas, weil wir an unserer Schule mit so viel Gewalt unter den SchülerInnen konfrontiert werden, sondern weil wir dem bewusst vorbeugen möchten. Alle Projekte im Rahmen der Gewaltprävention werden von unserer Schulsozialarbeiterin Frau Eiserloh koordiniert.

Die Gewaltprävention besteht bei uns aus den drei Säulen Streitschlichtung, ProPp (Programm zur Primärprävention) und PiT (Prävention im Team).

Streitschlichtung

Das Projekt der Streitschlichtung existiert seit dem Jahr 2000 an unserer Schule.

Was bedeutet "Streitschlichtung"?

Die Streitschlichtung (oder auch Mediation genannt) ist ein Verfahren der Konfliktlösung. Hierbei geht es um die Vermittlung bei Streitigkeiten mittels unparteiischer Dritte, welche von allen Konfliktparteien akzeptiert werden. Zielsetzung ist das Finden einer einvernehmlichen Lösung. Hierbei sind die Kontrahenten selbst gefordert Lösungen zu erarbeiten – die StreitschlichterInnen unterstützen diesen Prozess lediglich durch ihre Kenntnisse im Umgang mit Konflikten. Sie fällen keine Entscheidungen oder Urteile.

Die Streitschlichtung verläuft ganz bewusst ohne „Einmischung“ der LehrerInnen und natürlich ohne Strafen – denn keiner der Streitenden soll sich als „Verlierer der Situation“ fühlen. Somit wird auf allen Ebenen das eigenverantwortliche Handeln trainiert und umgesetzt und letztlich das soziale Miteinander in der Schulgemeinschaft gefördert.

Aus der Praxis

Unser Team der StreitschlichterInnen hat einen eigenen Streitschlichterraum, welcher in jeder Pause mit zwei diensthabenden StreitschlichterInnen besetzt ist. Somit ist gewährleistet, dass in allen Pausen, (und bei Bedarf) immer ein Streitschlichterpaar in Konfliktfällen unterstützend zur Seite stehen kann. In jeder Klasse hängt ein entsprechender Dienstplan der StreitschlichterInnen für alle SchülerInnen ersichtlich aus.

Im Schuljahresverlauf trifft sich das Gesamtteam je nach Bedarf in regelmäßigen Abständen: so z. B. zum Kennenlernfrühstück, zur Dienstplangestaltung, zur Auffrischung von Trainingsinhalten, zur Problemklärung, zur Gemeinschaftsaktion (z. B. kegeln) oder zum regionalen Streitschlichtertreffen des Landkreises Bernkastel-Wittlich.

Unser engagiertes Streitschlichterteam besteht derzeit aus 23 SchülerInnen der Klassenstufen 7-10. Als Dank für dieses freiwillige Amt in der Schulgemeinschaft erhalten alle TeilnehmerInnen jährlich ein Zertifikat/Bescheinigung.

ProPp: “Schüler und Schülerinnen stärken - Konflikte klären”

Im Fach „ProPp“ trainieren und lernen SchülerInnen der Klassenstufen 5 und 6 wöchentlich zwei Schulstunden über den Zeitraum von zwei Jahren intensiv im Klassenverband lösungsorientiert mit Konflikten umzugehen, eigene und fremde Stärken und Schwächen kennen und akzeptieren und erfolgversprechend mit einander zu kommunizieren. Somit wird das Klassenklima insgesamt positiv beeinflusst und nicht zuletzt Außenseitertum und Mobbing vorgebeugt.

Diese ausdauernde, konsequente Durchführung hat deshalb eine solch positive nachhaltige Wirkung, weil sie fest und langfristig im Schulkonzept verankert ist und sowohl von der Schulsozialarbeit als auch den jeweiligen KlassenlehrerInnen durchgeführt und mitgetragen wird. Sowohl die Schulsozialarbeiterin als auch die jeweilige Klassenleitung haben eine entsprechende Fortbildung besucht.

  • Förderung von Selbstwert- und Selbstvertrauen (Selbstwahrnehmung, Selbstwertschätzung, Selbstverantwortung etc.)
  • Förderung der Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit (soziale Beziehungen in der Klasse, Kommunikation / Gesprächsregeln, Klassenrat, Regeln des täglichen Miteinanders etc.)
  • Förderung der Konfliktfähigkeit (Konfliktbewältigung / Streitkultur)

Nicht zuletzt bleibt anzumerken, dass unsere Schülerschaft im Großen und Ganzen über eine hohe Sozialkompetenz verfügt, was sich sowohl an einem entspannten Schulalltag ohne größere, unschöne zwischenmenschliche Zwischenfälle, positivem Klassenklima statt Mobbing, weniger Streitereien, sauberem und intaktem Schulgebäude usw. deutlich wird!

Projekt: PiT

Aufbauend auf die Gewaltprävention in der Orientierungsstufe (ProPp) bieten wir an unserer Schule das Programm: Prävention im Team (PiT)an, welches in Kooperation von Schule und Polizei (Beauftragte für Jugendsachen) vorrangig in den Stufen 7-8 durchgeführt wird. Wir arbeiten hier primär und intensiv gewaltpräventiv mit unserer Schülerschaft; weiterhin finden je nach Bedarf zusätzlich Projekttage -bzw. Stunden zu anderen relevanten Themen, wie z. B. Sucht, Medienkompetenz oder Toleranz (jeweils auch in Kooperation mit unterschiedlichen externen Fachkräften) statt.

Hierbei steht eine enge Kooperation und Verzahnung unterschiedlicher Fachkräfte und Fächer im Mittelpunkt unseres Arbeitens. Somit werden sowohl durch KlassenlehrerInnen, Schulsozialarbeit, Polizei als auch durch FachlehrerInnen (z. B. Gesellschaftslehre, Religion, Sport, Deutsch) gewaltpräventive Maßnahmen angeleitet und Themen bearbeitet. Die Inhalte werden auf unterschiedliche Art und Weise vermittelt, z. B. Vorträge, Dienststellenbesuch der Polizei, Rollen- und Interaktions -und Kooperationsspiele, Filmsequenzen, Einzel- und Gruppenarbeit etc. Eine ganzheitliche und fächerübergreifende Prävention im Sinne der SchülerInnen ist somit gewährleistet.

Folgende Ziele werden mit PiT verfolgt

  • Stärkung des Normenbewusstseins unserer Jugendlichen (z. B. Jugendschutzgesetz, Strafmündigkeit, Rechtsempfinden etc.)
  • Stärkung/Steigerung sozialer Kompetenzen (soziale Verantwortung)
  • Stärkung des Selbstbewusstseins/Selbstwertgefühl
  • Training gewaltfreier, konstruktiver Konflikte und Problemlösungen
  • Steigerung des sozialen Klassen- und Schulklimas

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